Wieder zurück…

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Jetzt sitze ich hier in einem Dresdner Café und arbeite an meinem neuen Buch. Eigentlich sortiere ich die Gedanken, die ich seit knapp sieben Jahren, fast täglich, in kleine Notizhefte geschrieben habe. Ein Satz, den ich bereits vor zirka zwei Jahren niederschrieb, hieß „Wir nahmen uns jede Freiheit, bis wir sie uns gänzlich genommen haben.“ An ihm blieb ich hängen. Drei Cappuccino lang. „Wieso hast du dir eigentlich die Freiheit genommen, die du dir nahmst? Warum hast du aufgehört, zu bloggen?“, fragte ich mich selbst. Ausbleibender Erfolg war es nicht, im Gegenteil. Innerhalb von einem Jahr entwickelte sich 2010 mein „Gründerzeit-Blog“ zu einem stark gelesenen Netztagebuch. Und dann hörte ich auf. Ich entdeckte Facebook. Die unkomplizierte Art war es, in dem Sozialen Netzwerk eben schnell etwas loszuwerden, obgleich meine Beiträge oftmals alles andere als „eben schnell“ verfasst wurden. Facebook musste nicht updated werden, gepflegt werden, es war das Rundum-Sorglos-Paket. Ist es immer noch. Ich nutze Facebook gerne, um mit meinen Freunden und Wegbegleitern zu kommunizieren, zu lachen, zu blödeln. Themen für die Zukunft aber sind mir zu wichtig. Viel zu wichtig, um sie von Zuckerberg & Co. filetiert und ferngesteuert zu sehen. Denn:  dieses Netzwerk hat auch um mich eine Filterblase gebaut. Es schlägt mir vor, was mir zu gefallen hat und verheimlicht mir, was mich interessieren könnte. Aus der bequemen Freiheit ist in Wahrheit ein kommunikatives Gefängnis geworden. Und aus diesem breche ich aus. Jetzt.

Hello World, welcome back…

11 Antworten auf “Wieder zurück…”

  1. Helo World, hello Sina. Ich freue mich sehr darauf, denn ich bin auch ausgebrochen Ende des Jahres bei FB. Welcome back und einen feinen SonnTAG, du Liebe. So schön, dass es dich gibt. Alles Liebe, Silvia ❤

    1. NeIN NIeMALS.

      Durch persönliche Veränderungen im Job bin auch ich Ende 2016 genau diesen Schritt gegangen. Ich habe mich nicht nur deaktiviert sondern wirklich gelöscht.
      Den Schritt habe ich nie bereut.

  2. Liebe Sina Trinkwalder ,
    dass Sie Ihre Freiheit wieder entdeckt haben und die Dinge durchschauen ist grossartig. Ich finde es wichtig mitzudenken und hoffe, dass es viele in unserer Gesellschaft tun. Vielen Dank! ☺

    Liebe Grüsse
    Annette

  3. Danke Sina. Es ist manchmal erschreckend wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt. Das mit der Blase stimmt aber jedem seine Nadel. Gruß und eine schöne Woche.

  4. Find ich gut! 🙂 Obwohl ich kaum was von dir auf Facebook verpasse, so hoffe ich hier doch längere Beiträge von dir zu finden. Liebe Grüße, nik

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